Ab an die Ostsee! hieß es dieses Wochenende für unser Herrenteam in der Regionalliga, denn in Rostock stand am Sonntag der dritte Wettkampf der Saison an. Und da Triathlon bekanntlich eine vielseitige Sportart ist wechselte wieder einmal das Format, in dem dieser bestritten wurde. Nachdem in den vergangenen Wochen bereits ein Doppel-Supersprint und ein klassischer Sprinttriathlon absolviert waren musste diesmal ein Teamsprint absolviert werden. Jedes Team startet in Abständen zu fünft und die Zeit des vierten Athleten gilt dann für das gesamte Team. Ein kollektives Unterfangen also, bei dem der Teamgeist und Taktik mindestens so wichtig sind wie das individuelle Können.
Das Team für den Wettkampf bestand aus Maurice, Markus und Kersten vom TTHH sowie Lars von unserem Startgemeinschaftspartner vom Triathlon Team Hamburg.
Und trotz der spontanen krankheitsbedingten Absage Maltes, genannt „Das Tretschwein von Uhlenhorst“, fanden sich alle bei bester Laune in einer Rostocker Pizzeria am Vorabend zur Taktikbesprechung zusammen. Der Plan: Beim Schwimmen gleichmäßig drücken, auf dem Rad schön einen mehr wegdrücken und am Ende den langen Kersten zu seiner 5km Bestzeit drücken. So oder sinngemäß so ähnlich stimmten anschließend alle im Kollektiv und einstimmig mit dieser Renntaktik überein. Anschließend ging es früh ins Bett, wobei wir mit dem angenehmen Summen von Maurices elektronischer Reifenpumpe begleitet werden durften.
Der Wettkampf lief gewissermaßen genau so ab wie der von Pizza und Bier begleitete Schlachtplan es vorgesehen hatte. Beim Schwimmen in der Ostsee (dieses Jahr mal ganz ohne Quallen) wurden wir zwar bereits nach der Hälfte vom späteren Siegerteam überholt, welches mit Abstand die schnellste Schwimmzeit stellte. Trotzdem schwammen wir ebenfalls auf ein weiteres Team auf, welches vor uns gestartet war. Zum Radfahren lässt sich nicht viel mehr sagen als dass wir zu viert von allen Teams die schnellste Radzeit am Ende hatten. An dieser Stelle mal ein ehrliches Klopfen auf die eigene Schulter. Rein in T2 und in die Laufschuhe und ab auf die Laufstrecke. Hier galt es die unterschiedlichen Leistungsniveaus gekonnt auszugleichen: Maurice schob die meiste Zeit Kersten, der sich unter hörbarer Anstrengung über die 5km in einer für ihn hohen Geschwindigkeit schleppte. Lars und ich brauchten hingegen nach dem wilden Ritt auf der Radstrecke mindestens 2 km um wieder klar zu kommen, anschließend versuchten wir ebenfalls unseren Beitrag zu leisten durch schieben und Kühlung durch Wasser. Tatsächlich blieben wir noch unter 20min, was für Kersten eine neue Bestleistung über die 5km bedeutete. Chapeau fürs Durchhalten!
Was bleibt vom Wochenende: Als sechstes von 15 gestarteten Teams sind wir angesichts der Umstände dennoch zufrieden, das Wettkampfformat bot ein intensives Teamerlebnis. Außerdem die Erkenntnis, dass man an einem Samstagabend nicht hungrig einkaufen gehen sollte wenn man nicht 500 Zusatzportionen Milchbrötchen wieder nach Hause tragen will. Vor allen Dingen hatten wir aber auch wieder einen Bombenspaß! Und freuen uns jetzt auf den nächsten Wettkampf in einer Woche in Stuhr.
